Bitcoin ist "stark unterbewertet", kann aber nicht zurüchspringen! Analysten: "Seitwärts- und Frustrationsphase" wird voraussichtlich andauern

Nach den turbulenten Schwankungen im Oktober und November 2025 hat sich Bitcoin in den letzten Wochen in einer Spanne zwischen 85.000 und 90.000 USD konsolidiert. Analysten weisen darauf hin, dass dem Markt derzeit noch ein klarer positiver Katalysator fehlt, und die Seitwärtsbewegung von Bitcoin wahrscheinlich anhalten wird. Gerry O’Shea, Leiter der globalen Markteinblicke bei Hashdex, sagte: „Obwohl in den kommenden Wochen eine Wende in der US-Geldpolitik oder Fortschritte im Kryptowährungs-Gesetzesentwurf des Kongresses möglicherweise einige positive Impulse bringen könnten, befindet sich Bitcoin derzeit noch in einer Seitwärtsphase.“ Jim Ferraioli, Leiter für Kryptowährungsforschung und -strategie beim Center for Financial Research von Charles Schwab, ist ebenfalls eher vorsichtig. Er betonte, dass Schwab keine konkreten Preisziele für Bitcoin setzt, aber insgesamt das Jahr 2026 noch immer als potenziell positiv ansieht. Aus der Perspektive des Kryptowährungsmarktes könnte dieses Jahr jedoch relativ „langweilig“ verlaufen. Jim Ferraioli analysierte weiter, dass dieser Korrekturzyklus nicht nur signifikant ist, sondern auch ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur Marktreife: „Wenn man die Tiefpunkte im November 2022 betrachtet, die rasch auf den im Oktober letzten Jahres erreichten historischen Höchststand von 126.000 USD stiegen, hat Bitcoin in drei Jahren eine Verfünffachung erlebt. Der Markt befindet sich jetzt in einer Konsolidierungsphase, die Zeit braucht, um diese enorme Kurssteigerung zu verarbeiten.“ ETF-Einzelauftritt: Institutionelle Investoren beobachten noch abseits Es ist bemerkenswert, dass sich die Marktstruktur bereits subtil verändert hat. Nach dem Erreichen eines historischen Höchststands sind die On-Chain-Aktivitäten in den letzten Monaten deutlich zurückgegangen, während die ETF-Geldflüsse die treibende Kraft hinter den Kursbewegungen geworden sind. Jim Ferraioli sagte: „Niedrige Transaktionsgebühren, Gewinnmitnahmen bei Langzeit-Haltern sowie die Reduktion der Bitcoin-Guthaben auf den Börsen haben die aktuelle Kursentwicklung vollständig auf ETF-Geldflüsse zurückzuführen.“ Diese strukturelle Veränderung macht das Investieren in Bitcoin zwar zugänglicher, könnte aber auch kurzfristige Marktsignale verzerren. Jim Ferraioli ergänzte:

Die echten institutionellen Großinvestoren sind noch nicht vollständig eingestiegen. Sobald entsprechende Gesetzgebungen verabschiedet werden, könnten sie den Bitcoin-Preis weiter nach oben treiben.

„Krypto-Winter“ im Anmarsch? Hyunsu Jung, CEO von Hyperion DeFi, weist darauf hin, dass sich die Narrative rund um Bitcoin verändern. Mit dem Rückgang der ETF-Geldzuflüsse zu Beginn des Jahres wirkt die digitale Vermögensklasse im Vergleich zu anderen Anlageklassen eher blass. Ohne eine neue Welle institutioneller Gelder oder eine makroökonomische Wende (wie Zinssenkungen) erwartet er, dass Bitcoin in einer Seitwärtsphase verbleibt. Will Reeves, CEO des Fintech-Unternehmens Fold, ist noch direkter: Er sieht das Ganze als eine Frage des „Angebots und der Nachfrage“:

Bitcoin ist derzeit stark unterbewertet, der Markt wartet auf das Ende des Verkaufsdrucks und den Einstieg neuer Käufer.

Ob der Markt bereits in eine neue Runde des „Krypto-Winters“ eingetreten ist, ist umstritten. Jim Ferraioli sagte: „Nach herkömmlicher Definition befindet sich Bitcoin zweifellos in einem Bärenmarkt. Angesichts der hohen Volatilität von Bitcoin ist eine Korrektur von 30 % jedoch auch nicht ungewöhnlich.“ Obwohl Bitcoin und die US-Aktienmärkte immer eine gewisse Korrelation aufweisen, besitzt Bitcoin dennoch eigene Treiber: die Geldmenge, die deflationäre Angebotswachstumsmechanik und vor allem die Akzeptanzrate. Ob diese Akzeptanzrate die kritische Marke überschreiten kann, ist die größte offene Frage in diesem Jahr.

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