《Forbes》 schätzt CZs Vermögen auf 110 Milliarden US-Dollar, was ihn zum 17. reichsten Menschen der Welt macht. CZ widerspricht der Bewertungslogik und bezweifelt, dass der Wert von Binance auf Basis von Bullenmarkt-Daten berechnet werden kann.
Das „Forbes“-Magazin veröffentlichte kürzlich die jährliche Liste der Milliardäre weltweit und behauptete, Binance-Gründer Zhao Changpeng (CZ) sei durch eine erstaunliche Steigerung seines Vermögens auf 110 Milliarden US-Dollar aufgestiegen, was ihn sogar reicher als Microsoft-Gründer Bill Gates machen soll. Angesichts dieses „Götzenbild“-Aufbaus zeigt CZ sich jedoch äußerst nüchtern. Er postete sofort, um die logischen Fehler von „Forbes“ aufzudecken, und lehnte den unrealistischen Titel des „17. größten Milliardärs der Welt“ ab.
„Das ist definitiv ungenau. Für mich ist das eine Liste voller ‘Blindschätzungen’.“
CZ zeigt sich skeptisch gegenüber den Bewertungsgrundlagen von „Forbes“: „Ich habe den Artikel gar nicht erst geöffnet. Ein Blick auf die Diagramme zeigt, wie absurd die Zahlen sind. Die Krypto-Preise sind bis 2026 bereits um mehr als die Hälfte gefallen, aber mein Vermögen steigt trotzdem? Ich wünschte, sie würden bei der Artikelerstellung wenigstens ein bisschen gesunden Menschenverstand und Logik anwenden.“
Er wechselte sogar ins Chinesische und kritisierte in umgangssprachlichem Ton:
„Sie schauen doch gar nicht, wie sehr der Markt (im Krypto-Jargon ‘Big Bull’ für Bitcoin) gefallen ist? Was für ein Witz!“
Um die Absurdität der „Forbes“-Schätzung zu verdeutlichen, zog CZ einen Vergleich mit traditionellen Tech-Giganten heran. Laut öffentlich verfügbaren Daten erzielt ByteDance, die Muttergesellschaft von TikTok, einen Jahresumsatz von etwa 150 Milliarden US-Dollar. „Forbes“ schätzt jedoch das Vermögen von Gründer Zhang Yiming auf 69 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich dazu soll Binance laut CZs Angaben einen Jahresumsatz von rund 5 Milliarden US-Dollar haben (deutlich weniger als die geschätzten 16-17 Milliarden US-Dollar von „Forbes“). Dennoch wird CZs Vermögen auf 110 Milliarden US-Dollar geschätzt, was stark überhöht erscheint.
„Das ist einfach völlig unrealistisch“, scherzte CZ am Ende seines Posts: „Wenn ich heute überall damit angeben würde, wie reich ich bin, würden sie meine Platzierung wahrscheinlich nach hinten verschieben oder mich sogar ganz von der Liste streichen. Die Mainstream-Medien lieben es, dir das Gegenteil zu erzählen.“
Bildquelle: X/@cz_binance
Tatsächlich konnte auch „Blockgeek“ nach genauer Analyse des „Forbes“-Berichts die Zahl von 110 Milliarden US-Dollar anhand öffentlich verfügbarer Daten kaum nachvollziehen.
Im Jahr 2026 befindet sich der Kryptomarkt in einer „Mini-Krise“, die führenden Coins und die gesamte Marktkapitalisierung sind stark gefallen. Angesichts des sinkenden Handelsvolumens und des Bärenmarktes ist es unverständlich, warum „Forbes“ für die Bewertung die Umsatzzahlen der Bullenmärkte 2024 und 2025 heranzieht. Brancheninsider halten diese Methode für wenig überzeugend.
Der Streit um die Milliardärsliste deckt nicht nur die Bewertungsfehler der Wall Street und der Mainstream-Finanzmedien im Umgang mit der Kryptoindustrie auf, sondern zeigt auch, wie dieser legendäre Krypto-Charakter trotz Geld und Ruhm seine offene und ehrliche Art bewahrt.