Für jeden geschürften Coin verlieren 20.000 US-Dollar! Bitcoin-Miner starten Flucht, Mining-Schwierigkeit und Netzwerk-Hash-Rate ziehen sich massiv zurück

CryptoCity

Die Kosten für Bitcoin-Mining sind auf 88.000 US-Dollar gestiegen, höher als der aktuelle Kurs von 68.000 US-Dollar. Sinkende Hashrate und zunehmender Verkaufsdruck führen dazu, dass Miner auf KI umsteigen, um zu überleben.

Die Bitcoin-Mining-Industrie steht vor einer schweren Bewährungsprobe. Mit fallenden Kursen, explodierenden Energiekosten und zunehmenden geopolitischen Risiken geraten viele Miner in die Lage, immer mehr Verluste zu machen.

Die On-Chain-Datenplattform Checkonchain zeigt mit ihrem „Difficulty Regression Model“ (das die durchschnittlichen Produktionskosten anhand der Netzwerk-Schwierigkeit und Energieeinsatz schätzt), dass die Kosten für das Mining einer Bitcoin bis zum 13. März auf 88.000 US-Dollar gestiegen sind.

Zum Zeitpunkt des Verfassens liegt der Spot-Preis für Bitcoin bei etwa 68.000 US-Dollar. Das bedeutet, dass Miner bei der Produktion einer Bitcoin fast 20.000 US-Dollar Verlust machen; gerechnet auf einen Block bedeutet das einen Verlust von 21 %.

Kostenexplosion und geopolitische Spannungen: Ölpreis über 100 US-Dollar als Todesurteil

Seit dem Hoch von 126.000 US-Dollar im Oktober letzten Jahres und dem Durchbruch unter 70.000 US-Dollar haben sich die Gewinnspannen der Miner kontinuierlich verringert. Die jüngsten Konflikte im Iran haben die Situation zusätzlich verschärft und die Profitabilität weiter belastet.

Der internationale Ölpreis hat die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel überschritten, was die enormen Stromkosten für das Mining direkt erhöht. Weltweit sind etwa 8 % bis 10 % der Hashrate betroffen, da diese in Regionen liegt, die extrem empfindlich auf die Energieversorgung im Nahen Osten reagieren.

Bildquelle: „Blockcast“

Hinzu kommt, dass die Handelswege durch die Kontrolle des Hormuz-Straßens, das etwa 20 % des globalen Öl- und Gastransports ausmacht, fast zum Stillstand gekommen sind. Zudem hat US-Präsident Donald Trump eine „48-Stunden-Ultimatum“ ausgesprochen, um Iran anzugreifen, was die geopolitische Lage weiter verschärft und die Miner in eine äußerst angespannte Lage bringt.

Netzwerkdaten warnen: Hashrate sinkt, Blockzeiten verlängern sich

Anzeichen für den Rückzug der Miner zeigen sich zunehmend in den Netzwerkkennzahlen.

Die Mining-Schwierigkeit bei Bitcoin wurde kürzlich um 7,76 % auf 133,79 T reduziert. Dies ist nach einem Rückgang um 11,16 % im Februar, verursacht durch den „Fern“-Sturm, die zweitgrößte Abnahme seit 2026. Derzeit ist die Schwierigkeit fast 10 % niedriger als zu Jahresbeginn und deutlich unter dem Höchststand von 155 T im November 2025.

Zudem ist die Gesamt-Hashrate deutlich auf etwa 920 EH/s zurückgegangen, weit entfernt vom Rekord von 1 ZH/s (1.000 EH/s) im Jahr 2025.

Der Rückgang der Hashrate führte dazu, dass die durchschnittliche Blockzeit im letzten Difficulty-Adjustments-Zyklus auf 12 Minuten und 36 Sekunden anstieg, deutlich über den ursprünglich geplanten 10 Minuten.

Bildquelle: „Blockcast“

Verkaufsschwemme: Mehr als nur Branchenkrise, auch systemische Marktrisiken

Laut dem Hashprice-Index des Mining-Pools Luxor, der die erwarteten Einnahmen pro Hashrate-Einheit misst, liegt dieser derzeit bei etwa 33,30 US-Dollar pro PH/s pro Tag. Dieser Wert nähert sich dem Break-even-Punkt für die meisten Miner und ist nur noch einen Schritt entfernt vom historischen Tief von 28 US-Dollar am 23. Februar.

Wenn die Einnahmen die Kosten nicht decken, bleibt den Minern nur der Verkauf ihrer Bitcoins, um zu überleben.

Dieses erzwungene Abverkaufen setzt den ohnehin schwachen Markt zusätzlich unter Druck. Derzeit befinden sich rund 43 % aller Bitcoins in Verlust, große Investoren verkaufen bei Kursanstiegen, und hochgehebelte Positionen dominieren die Preisentwicklung. Damit wird der Druck auf die Miner nicht nur zur Branchenkrise, sondern zu einem bedeutenden Einflussfaktor auf die Marktstruktur.

Miner im Überlebenskampf: KI und Hashrate-Transformation als Ausweg

Angesichts der „täglichen Verluste“ suchen börsennotierte Miner nach neuen Wegen. Sie erweitern ihre Rechenkapazitäten in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Hochleistungsrechnen (HPC), um stabilere Cashflows zu erzielen. Große Miner wie Marathon Digital und Cipher Mining bauen auf bestehenden Minen zusätzliche Rechenzentren.

Laut CoinWarz wird die nächste Difficulty-Adjustment voraussichtlich Anfang April erfolgen, wahrscheinlich mit weiteren Abwärtskorrekturen. Falls der Bitcoin-Preis nicht schnell wieder die Kostenlinie von 88.000 US-Dollar erreicht, wird die „Miner-Flucht“ weitergehen.

Das Bitcoin-Netzwerk verfügt von Anfang an über eine „Selbstregulierungsfunktion“: Wenn Miner aussteigen, sinkt die Difficulty, was den verbleibenden Minern das Profitieren erleichtert. Doch die Phase, in der die Kosten die Gewinne übersteigen, die Difficulty stark sinkt und die Gewinne wieder steigen, ist die härteste Prüfung. Sie zerstört die Existenzgrundlage der Miner und zwingt den Spot-Markt, den enormen Verkaufsdruck zu absorbieren.

  • Dieser Artikel ist mit Genehmigung von „Blockcast“ übernommen.
  • Originaltitel: „Jede Bitcoin-Mine verliert 20.000 US-Dollar! Miner fliehen in Massen, Difficulty sinkt um 7,8 %“
  • Originalautor: Blockfrau MEL
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