
OpenAI kündigt an, dass die KI-Video-Generation Plattform Sora nach nur sechs Monaten eingestellt wird. CEO Sam Altman informierte, dass das Unternehmen die Entwicklung aller videobezogenen Produkte vollständig einstellt, einschließlich der eigenständigen Sora-App, der Entwickler-API und der integrierten Video-Generation in ChatGPT. Ein Disney-Sprecher bestätigte, dass die ursprünglich geplante Investition von 1 Milliarde US-Dollar in OpenAI nicht weiterverfolgt wird.
Sora wurde im September 2025 offiziell veröffentlicht und erreichte innerhalb von fünf Tagen nach Start 1 Million Downloads dank der Text-zu-Video-Technologie. Die Marktreaktion war positiv. Laut Sensor Tower, einer Analysefirma, sind die Downloads in diesem Monat jedoch auf etwa 600.000 gesunken, was auf eine deutlich verlangsamte Wachstumsdynamik hinweist.
In einem offiziellen Beitrag auf X (ehemals Twitter) sagte Sora: „Wir verabschieden uns von der Sora-App. Wir wissen, dass diese Nachricht enttäuschend ist, und werden bald einen Zeitplan für Updates der App und API sowie Hinweise zum Speichern Ihrer Werke teilen.“
Die Schließung betrifft folgende Hauptprodukte:
Sora eigenständige App: Für Endnutzer konzipierte Video-Generation Plattform, die nach sechs Monaten den Betrieb einstellt
Sora Entwickler-API: Schnittstelle für Drittentwickler, die ebenfalls eingestellt wird
ChatGPT Video-Funktion: Die in ChatGPT integrierte KI-Video-Generation wird ebenfalls angepasst
Während des Betriebs wurde Sora auch mit Kontroversen um Deepfake-Technologie konfrontiert — mehrere bekannte Persönlichkeiten wurden missbräuchlich für Deepfake-Inhalte genutzt. OpenAI entfernte einige dieser Inhalte unter Druck der Öffentlichkeit, doch die Kontroversen sind weiterhin präsent.
Ein bedeutender Einfluss der Schließung betrifft die Zusammenarbeit mit Disney. Im Dezember letzten Jahres kündigte Disney an, der erste große Content-Partner von Sora zu sein, und unterzeichnete eine dreijährige Lizenzvereinbarung, die es Nutzern erlaubte, mit über 200 Marvel-, Pixar- und Star Wars-Charakteren KI-Video-Inhalte zu erstellen.
Disney plante zudem, 1 Milliarde US-Dollar in OpenAI zu investieren, um die langfristige Zusammenarbeit im Bereich KI-Inhalte zu vertiefen. Mit der Ankündigung der Schließung von Sora bestätigte ein Disney-Sprecher gegenüber der Financial Times, dass alle diese Transaktionen beendet wurden und die Partnerschaft somit nicht mehr besteht.
Sam Altman erklärte, dass das Sora-Team den Fokus auf langfristige Prioritäten wie Robotik und Unternehmensproduktivitätstools verlagert. OpenAI führt derzeit eine strategische Neuausrichtung durch, bei der Ressourcen künftig vor allem in die Entwicklung von Tools für Unternehmen und Privatnutzer fließen sollen, nicht mehr in consumer-orientierte Video-Entertainment-Anwendungen.
Analysten schätzen, dass der KI-Markt bis 2033 auf über 4,8 Billionen US-Dollar anwachsen wird und 40 % der weltweiten Beschäftigung beeinflussen könnte. Der Rückzug von OpenAI aus dem Kurzvideo-Segment zeigt eine strategische Neupositionierung hinsichtlich der Kommerzialisierung.
Sam Altman erklärte, das Unternehmen wolle die gesamte Video-Produktlinie einstellen und die Teams auf langfristige Projekte wie Robotik umorientieren. Die rückläufigen Downloadzahlen und die Kontroversen um Deepfake-Technologie seien weitere Gründe. Analysten interpretieren die Entscheidung als strategische Neuausrichtung auf profitablere Geschäftsmodelle.
Disneys Investitionspläne waren direkt an den Betrieb von Sora gekoppelt. Mit der Einstellung von Sora entfällt die technische Basis für die Zusammenarbeit. Ein Disney-Sprecher bestätigte gegenüber der Financial Times, dass alle Transaktionen, inklusive der Investition und der dreijährigen Lizenzvereinbarung, eingestellt wurden.
OpenAI kündigte an, bald konkrete Zeitpläne für die Abschaltung von App und API bekanntzugeben und Anleitungen zum Speichern der Nutzerwerke bereitzustellen. Details werden noch veröffentlicht.