Bitcoin kommt ins Stocken, während geopolitische Realitäten die frühen Morgengewinne überwiegen

Coinpedia
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Der Montagseinstieg von Bitcoin verpuffte, da geopolitische Spannungen im Nahen Osten die frühen Gewinne überlagerten. Nachdem die Kurse über $68.000 gestiegen waren, gingen sie auf etwa $66.800 zurück, wodurch der Vermögenswert pro Woche um 6% und seit seinem März-Hoch um 12% gefallen ist.

Geopolitische Gegenwinde

Der Montagseinstieg von Bitcoin prallte auf eine Mauer aus geopolitischer Realität. Nach einem aggressiven Anstieg am Vormittag, bei dem sich der führende digitale Vermögenswert von der Marke von $65.000 bis auf ein Hoch über $68.000 bewegte, ließ der Schwung nach. Die Kurse zogen sich auf das Niveau von $66.000 zurück, da das Fehlen eines diplomatischen Durchbruchs im Nahen Osten die Sorge vor einem langwierigen, mehrjährigen Konflikt befeuerte.

Um 1:40 p.m. EST schwebte bitcoin nahe $66.800 und hielt sich an einem bescheidenen 0,9%-Plus über 24 Stunden fest. Trotz der Erholung blieb bitcoin in den vergangenen sieben Tagen nahezu 6% tiefer und etwa 12% unter seinem März-17-Hoch von $76.013. Dennoch schien die führende Kryptowährung auf Kurs, um den März mit Gewinnen zu schließen, nachdem sowohl im Januar als auch im Februar Rückgänge im zweistelligen Bereich zu verzeichnen waren.

Dieser jüngste Schub hob die Marktkapitalisierung von bitcoin auf fast $1,34 Billionen an und trug zu einem Anstieg des breiteren Kryptomarkts um 1,1% bei, wodurch sich die Gesamtmarktkapitalisierung auf $2,38 Billionen erhöhte.

Währenddessen führten die schnellen Preisschwankungen der führenden Kryptowährung zum Totalschaden von Millionen Dollar in gehebelten Positionen. Laut Coinglass-Daten wurden nahezu $100 Millionen in Longs und $58 Millionen in Shorts neutralisiert. Die gesamten Liquidationen erreichten $253 Millionen für Bullen und $140 Millionen für Bären, zusammen fast $400 Millionen in erzwungenen Ausstiegen.

Diplomatisches Zerwürfnis und der „Trump-Faktor“

Wie von Bitcoin.com News berichtet, war die bullische Stimmung bei bitcoin am Morgen weitgehend spekulativ und wurde durch Updates von US-Präsident Donald Trump zu möglichen Waffenstillstandsverhandlungen zwischen Washington und Teheran ausgelöst. Die Zuversicht war jedoch nur von kurzer Dauer, da Teheran die Behauptungen über direkte Verhandlungen mit den USA erneut schnell zurückwies.

Der Zweifel nahm zu, nachdem Trump damit gedroht hatte, iranische Kraftwerke ins Visier zu nehmen, was darauf hindeutet, dass die US-Regierung nicht optimistisch hinsichtlich der Aussichten auf einen diplomatischen Durchbruch ist. Das Nachlassen der Hoffnungen auf eine Lösung hat die Befürchtung verstärkt, dass die Schifffahrtsbeschränkungen in der Straße von Hormus weiter bestehen bleiben. Je länger die Kanäle geschlossen bleiben, desto höher sind die Chancen, dass die globale Wirtschaft in eine Rezession abrutscht.

Bereits jetzt haben Marktteilnehmer ihren Fokus auf den Bericht zu den Nonfarm-Payrolls am 3. April verlagert und betrachten ihn als entscheidende Diagnose der Folgen des Krieges im Inland. Nach der Kontraktion von 92.000 Jobs im Februar durchsuchen Investoren die Daten nach Hinweisen darauf, wie stark der Konflikt – und der daraus resultierende Energieschock – die US-Wirtschaft ausgehöhlt hat.

Ein schwacher zweiter Bericht in Folge, überlagert von energiegetriebenen inflationären Druckkräften, könnte das eindeutige Signal liefern, dass sich die Wirtschaft nicht nur abkühlt, sondern schneller in eine Stagflationsfalle rutscht, als die Federal Reserve den Kurswechsel vollziehen kann.

Für bitcoin steht die Erzählung vom geopolitischen Hedge vor einem harten Realitätscheck. Während der anfängliche Nebel des Krieges Anfang März für einen kurzen spekulativen Schub gesorgt hatte, hat die letzte Woche des Monats die These vom sicheren Hafen zerschlagen. Tatsächlich schien der Gleichschritt-Rückzug von bitcoin letzte Woche zusammen mit dem Nasdaq dessen Status als High-Beta-, Risk-on-Asset erneut zu bestätigen.

FAQ ❓

  • Warum ist der Anstieg von bitcoin am Montag ins Stocken geraten? Geopolitische Spannungen im Nahen Osten tilgten den frühen Schwung und zogen die Kurse zurück nahe $66.000.
  • Wie hat sich bitcoin im März bisher entwickelt? Trotz Volatilität ist es weiterhin um 6% pro Woche und 12% seit seinem März-17-Hoch gefallen, bleibt aber auf Kurs für Gewinne im Monatsverlauf.
  • Welche Auswirkungen hatten die Preisschwankungen auf Trader? Schnelle Bewegungen lösten nahezu $400 Millionen Liquidationen über Long- und Short-Positionen aus.
  • Welche allgemeinen wirtschaftlichen Risiken beobachten Investoren? Bedenken hinsichtlich Energieschocks, Schifffahrtsstörungen und US-Jobdaten deuten auf wachsende Stagflationsängste hin.
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