Paradigm baut ein Trading-Terminal für Vorhersagemarkt-Handel für professionelle Trader auf, wobei Partner Arjun Balaji das Projekt seit Ende 2025 federführend leitet.
Paradigm wagt den großen Schritt in den Bereich der Vorhersagemärkte.
Das auf Krypto fokussierte Venture-Capital-Unternehmen entwickelt ein eigenes Trading-Terminal für professionelle Trader und Market Maker.
Partner Arjun Balaji leitet das Projekt, das sich seit Ende 2025 allmählich herausgebildet hat. Das Terminal soll ernsthaften Tradern bessere Werkzeuge geben, um sich in dem schnell wachsenden Umfeld der Vorhersagemärkte besser zurechtzufinden.
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Fortune berichtete über die Entwicklung und berief sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen.
Laut diesen Quellen treibt Balaji die Initiative seit mehreren Monaten still und leise voran. Das Projekt richtet sich an professionelle Teilnehmer, nicht an Gelegenheitseinzelhändler.
Der Sprecher von Paradigm lehnte eine Stellungnahme ab, und Balaji reagierte nicht auf die Anfrage von Fortune.
Die Zeit ist bemerkenswert. Große Finanzinstitute drängen derzeit in Vorhersagemärkte. Diese Plattformen ermöglichen es Tradern, auf Ergebnisse zu setzen – von Sportresultaten bis hin zu Wahlsiegern oder Bitcoin-Preisen. Die Nachfrage nach professionellen Tools in diesem Bereich steigt schnell.
Paradigm scheint sich zu positionieren, bevor der Trend richtig anzieht.
Neben dem Terminal sagten Quellen, Paradigm habe außerdem darüber gesprochen, ein internes Market-Making-Desk einzurichten, das sich auf Vorhersagemärkte konzentriert. Das würde einen Wandel bedeuten – weg von reinem Investieren hin zu aktiver Marktteilnahme.
Zwei separate Quellen bestätigten, dass diese Überlegung auf dem Tisch liegt.
Paradigm entwickelt ein Trading-Terminal für Vorhersagemärkte, sagten Quellen, wobei Partner Arjun Balaji die Initiative seit Ende 2025 leitet, mit dem Ziel, professionelle Trader und Market Maker anzusprechen; das Unternehmen erwägt außerdem, ein internes Market-Making-Desk einzurichten und… pic.twitter.com/QR1SaM1Yog
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) 1. April 2026
Die Ambitionen von Paradigm gehen über das Trading-Terminal hinaus. Eine dritte Quelle sagte Fortune, das Unternehmen arbeite mit Forschern daran, die Machbarkeit von Indizes für Vorhersagemärkte zu untersuchen.
Die Idee besteht darin, mehrere Vorhersagemärkte zu einem einzigen handelbaren Produkt zu bündeln. Man kann sich das wie einen S&P 500-ähnlichen Index vorstellen, aber aufgebaut auf Basis von Ergebnissen aus Vorhersagemärkten.
Ein solches Produkt könnte institutionelle Investoren anziehen, die eine diversifizierte Exponierung bevorzugen.
Statt einzelne Märkte auszuwählen, könnten Trader in einem Schritt auf einen Warenkorb von Ergebnissen zugreifen. Es ist eine Erkundung in einem frühen Stadium, aber die Richtung signalisiert ernsthaften langfristigen Willen.
Paradigm hat außerdem begonnen, Daten aus Vorhersagemärkten in ein öffentliches Dashboard einzuspeisen.
Das Dashboard ist ein Schritt hin zu mehr Marktransparenz. Es könnte außerdem als Grundlage für die Index-Forschung dienen, die derzeit bereits läuft.
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Paradigm pflegt eine enge finanzielle Beziehung zu Kalshi, einer der führenden Plattformen für Vorhersagemärkte.
Das Venture-Unternehmen beteiligte sich im Verlauf von 2025 an drei getrennten Kalshi-Finanzierungsrunden. Außerdem führte es im Dezember eine Finanzierungsrunde an, die Kalshi mit 11 Milliarden USD bewertete. Kalshi hat seitdem mindestens weitere 1 Milliarde USD aufgenommen und damit seine Bewertung auf 22 Milliarden USD angehoben.
Paradigm-Co-Gründer und Managing Partner Matt Huang sitzt im Vorstand von Kalshi. Diese Beziehung verleiht Paradigms wachsender Präsenz in dem Bereich zusätzlich Gewicht.
Trotz der Verbindung sagten Quellen gegenüber Fortune, dass das neue Trading-Terminal nicht mit der Plattform von Kalshi konkurriert.
Der Unterschied ist wichtig. Paradigm scheint Infrastruktur rund um Vorhersagemärkte aufzubauen – nicht gegen die Unternehmen seines Portfolios.
Das Terminal, das potenzielle Market-Making-Desk und die Index-Forschung deuten allesamt darauf hin, dass ein Unternehmen die nächste Ebene des Ökosystems der Vorhersagemärkte mitgestaltet.