Kann XRPL Deribit mit seiner eigenen Kette vom Thron stoßen?

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Transia-RnD schlägt eine XRPL-Sidechain für Optionen sowie einen Hebel von bis zu 200x vor und zieht direkte Vergleiche zu der $9B-Kette von Hyperliquid. So sieht der Pitch aus.

Transia-RnD hat einen formellen Pitch für eine XRPL-Options-Sidechain veröffentlicht. Dafür entwickelt. Nicht nachgerüstet. Denis Angell, der Entwickler hinter dem Vorschlag, veröffentlichte die vollständige Spezifikation auf GitHub, und die Krypto-Community reagierte schnell.

Auf X hat Denis Angell (@angell_denis) den GitHub-Link mit zwei Worten gepostet: „Something big.“ Das von ihm verlinkte Dokument umreißt, was Transia-RnD die native Derivate-Schicht für das XRP Ledger nennt: eine Kette, die speziell für den Optionshandel mit bis zu 200x gehebelten Margin-Positionen gebaut wurde, sowie eine kryptografisch abgesicherte Brücke zurück zum XRPL-Mainnet.

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Der Hyperliquid-Vergleich, den niemand ignoriert

Der Pitch greift direkt in die Hyperliquid-Erzählung. Das Dokument eröffnet mit der Aussage, Hyperliquid habe „bewiesen, dass eine zweckgebundene Kette mit einem nativen Order-Book DeFi-Derivate dominieren kann.“ Angells Argument lautet: XRPL sei als Nächstes dran. Das XRP Ledger hat nahezu 15 Jahre Betriebszeit, eine Finalität von unter 4 Sekunden, nahezu null Gebühren und einen nativen DEX. Was es bis heute nie hatte, ist eine Derivate-Schicht.

WKahneman auf X beschrieb den Vorschlag als eine Sidechain „zweckgebunden für Optionen und Leverage“ mit einer Brücke zurück zu XRPL und Passkey-Authentifizierung. Er verglich ihn direkt mit Hyperliquid für Optionen. Diese Einordnung verbreitete sich schnell.

Hyperliquid startete mit 16 Validatoren und baute ein Ökosystem von über 9 Milliarden Dollar auf. Der Pitch nutzt dies als Maßstab dafür, was eine frühe Beteiligung von Validatoren an der XRPL-Options-Sidechain künftig bedeuten könnte.

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Was die Sidechain tatsächlich macht

Drei Systeme stehen im Kern dieses Vorschlags. Erstens: eine trustlose Cross-Chain-Brücke mithilfe von XPop-Proofs, einem kryptografischen Mechanismus, der verifiziert, dass eine Transaktion in einem bestimmten XRPL-Mainnet-Ledger enthalten war—unterzeichnet von 80% oder mehr des Validator-Sets. Keine Mainnet-Änderungen erforderlich. Das Vault ist ein Standard-multisig-Konto.

Zweitens: native American-Style-Optionen. Nicht auf AMM-Basis. Nicht synthetisch. Echte, gematchte Kontrahenten-Positionen werden auf Protokollebene abgewickelt, wobei der Hebel von 2x bis 200x reicht. Isolierte und Cross-Margin-Modi. Liquidation ist für jedes Konto offen, incentiviert mit einem Bonus. Die Margin-Mathematik spiegelt wider, was institutionelle Perpetual-Exchanges bereits verwenden.

Drittens: Passkey-Authentifizierung über WebAuthn/FIDO2. P256 als nativer Key-Typ. Trader signieren Transaktionen mit Face ID, Touch ID oder Hardware-Sicherheitskeys. Die Spezifikation hält fest, dass dies derselbe Authentifizierungsstandard ist, der von großen Banken genutzt wird. Für institutionelles Trading wird es nicht als Feature, sondern als Voraussetzung dargestellt.

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Die Community-Reaktion war sofort

ChartNerdTA auf X postete in Großbuchstaben: „HUGEEE!“ Der Account fasste den Vorschlag als zweckgebundene Trading-Kette zusammen, die 200x Leverage und eine trustlose Cross-Chain-Brücke zu XRPL bringt. Der Satz, auf den sich der Post stützte, stammte aus dem Pitch-Dokument selbst: „closing the gap.“

Diese Lücke, so Rahmensetzer Angell es, ist das Fehlen jeglicher On-Chain-Options-Infrastruktur über das gesamte XRPL-Ökosystem hinweg. On-Chain-Optionen in Krypto sind noch in der Anfangsphase. Deribit, eine zentralisierte Börse, dominiert den Bereich immer noch. Der Sidechain-Pitch positioniert XRPL so, dass es diese Struktur herausfordern kann—von einer Kette aus, die seit 2012 läuft.

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Was Transia-RnD anfordert

Der Vorschlag ist offen für ein Community-Review über drei Schienen: XLS-Spezifikationsreview, C+±Code-Review der Options-Sidechain-Branch auf GitHub sowie ein Review von Ökonomie und Spieltheorie der Incentive-Strukturen.

Transia-RnD sucht außerdem aktiv etablierte XRPL UNL-Validatoren, um ihre Infrastruktur auf die Sidechain zu erweitern. Validator-Keys werden zu Signern im Bridge-Trust-Modell. Jede Import-Transaktion von XRP aus dem Mainnet erfordert, dass ein 80%-Quorum dieser Validatoren zustimmt. Ein professionelles Security-Audit ist geplant und soll über das XRPL-Grants-Programm finanziert werden—abgesteckt über die Brücke, die Options-Engine und die Passkey-Implementierung.

Die vollständige Spezifikation ist verfügbar unter github.com/Transia-RnD/rippled auf der Options-Sidechain-Branch.

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