Gate News Nachricht: Die anhaltende geopolitische Spannung dieser Woche hat zu einem Goldverkauf geführt. Am 2. April hielt US-Präsident Donald Trump eine Rede und kündigte an, dass er in den nächsten zwei bis drei Wochen „äußerst harte Maßnahmen“ gegen den Iran ergreifen werde. Er drohte, iranische Stromwerke und Öl-Infrastrukturen anzugreifen, was dazu führte, dass der Spot-Goldpreis um 2% fiel und bei 4664.39 USD pro Unze notierte. US-Gold-Futures fielen um 2.5% auf 4691.10 USD pro Unze und beendeten damit einen vier Tage andauernden Anstieg.
Der Markt hatte ursprünglich erwartet, dass Trumps Ton milder ausfallen würde. Nachdem Gold im März die schlechteste Monatsperformance seit 2008 verzeichnet hatte, kam es zu einer Erholung, doch seine harte Aussage drehte die Stimmung des Marktes rasch um. Nach der Rede fielen Dow-Jones-Index-Futures um mehr als 260 Punkte, S&P-500-Index-Futures um 0.7% und Nasdaq-100-Index-Futures um 0.8%.
Der Grund für den Goldrückgang hängt eng mit dem sprunghaften Anstieg der Ölpreise zusammen. Trumps Äußerungen ließen den Preis für Brent-Rohöl um 7.1% steigen, auf 108.29 USD je Barrel. West Texas Intermediate sprang zeitweise auf über 113 USD. Der Anstieg der Ölpreise treibt Inflations-Erwartungen, die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen und den USD-Wechselkurs nach oben, während Gold selbst keine Rendite abwirft; bei einem festeren US-Dollar sinkt daher die Attraktivität. Gleichzeitig fielen Silber, Platin und Palladium ebenfalls um 4.6%, 2.5% bzw. 1.4%, was zeigt, dass der gesamte Edelmetallsektor unter Druck steht.
UBS hat seine durchschnittliche Goldpreisprognose für 2026 von 5200 USD pro Unze auf 5000 USD gesenkt. Der Stratege Jony Tewis wies darauf hin, dass der Goldpreis in den kommenden Wochen möglicherweise weiterhin Schwankungen aufweisen kann, dass das Jahresend-Ziel jedoch bei 5600 USD pro Unze bleibt. Außerdem unterzeichnete Trump eine Durchführungsverordnung, die für Produkte, die vollständig aus Aluminium, Stahl oder Kupfer bestehen, hohe Zölle vorsieht. Dies führte dazu, dass der Aluminiumpreis ein Allzeithoch der letzten vier Jahre erreichte; der Kupferpreis an der London Metal Exchange stieg um 0.8% auf 12434.50 USD pro Tonne.
Anleger sollten vor allem darauf achten, wie sich die geopolitischen Risiken im Nahen Osten in einer Kettenreaktion auf den Verlauf von Edelmetallen und dem US-Dollar auswirken, sowie auf den durch Ölpreise und Zollpolitik ausgelösten Preisdruck und Marktschwankungen. Das wird sich direkt auf die kurzfristige Entwicklung von Gold und den dazugehörigen Metallen sowie auf Anlageentscheidungen auswirken.