Google DeepMind hat am 6. April offiziell Gemma 4 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die vierte Generation der offenen Gewichtsmodelle der Gemma-Reihe. Es sind vier Versionen erschienen, die Lizenz wurde auf Apache 2.0 umgestellt, und es gibt nun eine native Unterstützung für multimodale Eingaben sowie Agent-Workflows.
Vier Spezifikationen: Von Mobilgeräten bis zu Servern – alles abgedeckt
Das 31B-dichte Modell belegt in den Open-Source-Modellen auf der Arena-AI-Text-Rangliste den dritten Platz; das 26B-MoE-Modell liegt auf Rang sechs. Google gibt an, dass die beiden großen Modelle in Arena-AI-Benchmark-Tests trotz bis zu 20-mal mehr Parameter als bei anderen Modellen noch immer Vorteile haben.
Kernfähigkeiten: Multimodal, Audio, 140 Sprachen
Alle vier Versionen unterstützen nativ die multimodalen Eingaben für Video und Bilder und decken OCR sowie das Verstehen von Diagrammen ab. Die Edge-Versionen (E2B, E4B) unterstützen zusätzlich Audioeingaben und eignen sich für Szenarien der Spracherkennung.
Alle Modelle unterstützen Funktionsaufrufe (function calling), strukturierte JSON-Ausgaben sowie native Systemanweisungen, um Agent-Workflows aufzubauen. Die Trainingsdaten umfassen mehr als 140 Sprachen.
Die Lizenz wurde von „Custom“ zu Apache 2.0 geändert – das ist freundlicher für den kommerziellen Einsatz
Die bisher verwendete „Custom“-Lizenz der Gemma-Reihe schränkte Änderungen und die Weiterveröffentlichung ein. Gemma 4 verwendet nun die branchenübliche Apache-2.0-Lizenz, die kommerzielle Nutzung, Anpassungen und Weiterveröffentlichung erlaubt, ohne dass eine gesonderte Vereinbarung mit Google erforderlich ist. Google sagt, dass dies Gemma 4 besser für Anwendungen in Unternehmen und für Entwickler geeignet macht.
Die vier Modelle sind jetzt vollständig zur Nutzung freigegeben. Google hat derzeit noch keinen Zeitplan bekanntgegeben, wann die Edge-Modelle in Android oder Konsumhardware-Produkte integriert werden.
Der Artikel „Google stellt Gemma 4 vor: Vier Spezifikationen, Apache-2.0-Lizenz, umfassende Abdeckung von Handy bis Server“ erschien zuerst in „Kettennachrichten ABMedia“.