Die Standardabweichung ist ein wichtiges Werkzeug für Forex-Trader, die es kennen müssen.

Wenn Sie ein erfahrener oder neuer Forex-Trader sind, ist die Standardabweichung eine der Kennzahlen, die Ihnen helfen, den Markt besser zu lesen. Dieses Werkzeug misst die Schwankungen des Preises und kann, wenn es richtig eingesetzt wird, zu einem Geheimwaffe werden, die Ihre Gewinne steigert.

Die Standardabweichung ist ein Volatilitätsindikator, der seit dem 19. Jahrhundert verwendet wird

Der Indikator Standard Deviation (SD) ist keine neue Erfindung, sondern wurde 1894 von dem britischen Mathematiker und Statistiker Karl Pearson eingeführt. Warum ist er dennoch ein nützliches Handelsinstrument? Weil die Standardabweichung ein mathematisches Konzept ist, das sich hervorragend zur Analyse der Unbeständigkeit von Devisenkursen eignet.

In der Welt des Devisenhandels kann kein Trader der Volatilität entkommen. Deshalb ist dieses Werkzeug so wichtig. Ohne die Funktion des SD-Indicators haben Trader Schwierigkeiten, angemessene Brachestufen zu bestimmen, und das Risikomanagement wird deutlich komplexer.

Grundprinzip: Die Standardabweichung misst die Streuung der Preisdaten

Stellen Sie sich vor, die Standardabweichung ist ein Werkzeug, das misst, wie stark sich der Kurs einer Währung vom Durchschnittskurs entfernt. Ist der SD-Wert hoch, bedeutet das, dass die Preise stark schwanken und der Markt unbeständig ist. Umgekehrt, bei niedrigem SD bewegen sich die Preise in einem engen Bereich, und die Volatilität ist gering.

Aus Tradersicht bedeutet das: Hoher SD = hohes Risiko, aber auch potenziell höhere Gewinne. Niedriger SD = geringeres Risiko, aber auch geringere Gewinnchancen. Das Verstehen dieses Zusammenhangs ist der erste Schritt, den Sie machen müssen.

Berechnungsformel und praktische Anwendung durch Trader

Die Berechnung der Standardabweichung ist kein komplizierter Prozess, auch wenn die mathematische Formel auf den ersten Blick komplex erscheint. Moderne Trading-Plattformen berechnen das automatisch für Sie.

Ein einfacher theoretischer Ablauf:

  1. Sammeln Sie die Schlusskurse des Währungspaares über den gewünschten Zeitraum (meist 14 Perioden).
  2. Berechnen Sie den Durchschnitt dieser Schlusskurse.
  3. Subtrahieren Sie den Durchschnitt von jedem Kurs und quadrieren Sie das Ergebnis.
  4. Addieren Sie alle quadrierten Werte und teilen Sie durch die Anzahl der Perioden.
  5. Ziehen Sie die Quadratwurzel aus diesem Ergebnis – das ist die SD.

Keine Sorge, die Plattform erledigt das für Sie. Wählen Sie einfach den SD-Indikator auf Ihrer Plattform aus und legen Sie den Zeitraum fest.

Die Standardabweichung ist der Schlüssel zu gutem Risikomanagement

Der Nutzen der SD im Trading ist vielfältig. Erstens hilft sie, die Volatilität eines Währungspaars zu messen. Zweitens ermöglicht sie, vernünftige Stop-Loss-Levels zu setzen. Wenn Sie wissen, wie stark sich der Kurs vor einer Richtungsänderung bewegen kann, können Sie Stop-Loss-Positionen klug platzieren.

Außerdem ist die Standardabweichung ein Indikator, der auch Trends erkennen kann. Wenn Sie ihn mit anderen Indikatoren wie dem gleitenden Durchschnitt (Moving Average) kombinieren, erhalten Sie ein klares Bild vom Markt. Das Risikomanagement wird dadurch deutlich einfacher.

Eine Handelsstrategie: Das Durchbrechen in einer engen Spanne

Eine beliebte Strategie ist das Warten, bis der Kurs in einer engen Spanne (Konsolidierungsbereich) verbleibt, wobei der SD niedrig ist. Das zeigt, dass die Preisunbeständigkeit gering ist.

Strategie-Schritte:

  • Wählen Sie ein Währungspaar mit niedrigem SD in einer engen Spanne.
  • Sobald der Kurs die Spanne verlässt (SD beginnt zu steigen), ist das ein Signal.
  • Gehen Sie in die Richtung des Ausbruchs.
  • Platzieren Sie den Stop-Loss auf der gegenüberliegenden Seite der alten Spanne.
  • Setzen Sie Gewinnziele entsprechend der SD-Distanz.

Diese Strategie funktioniert gut bei starken Marktbewegungen, aber Vorsicht bei bereits bestehenden starken Trends.

Eine zweite Strategie: Schnelle Trendwende erkennen

Wenn Sie schnelle Gewinne anstreben, könnte diese Strategie passend sein. Die Standardabweichung hilft, eine Trendwende frühzeitig zu erkennen.

So funktioniert’s:

  • Beobachten Sie, wenn der Kurs wiederholt die obere oder untere SD-Linie berührt.
  • Mehrfache Berührungen an der Oberseite deuten auf Überkauftheit hin.
  • Mehrfache Berührungen an der Unterseite deuten auf Überverkauftheit hin.
  • Bei Anzeichen einer Trendwende gehen Sie in die entgegengesetzte Richtung in den Trade.

Diese Strategie liefert viele Signale, aber nicht alle sind zuverlässig. Deshalb ist die Kombination mit anderen Indikatoren ratsam.

SD in Kombination mit Bollinger-Bändern: So funktioniert’s

Die Standardabweichung ist die Grundlage für die Bollinger-Bänder. Diese verwenden den SD-Wert, um obere und untere Bänder um den gleitenden Durchschnitt zu zeichnen.

Gemeinsame Nutzung:

  • Wenn die Bollinger-Bänder eng werden (niedriger SD), ist die Kursbewegung gering.
  • Wenn sie sich erweitern (hoher SD), ist die Volatilität hoch.
  • Bei Berührung des oberen Bandes und hohem SD könnte das ein Verkaufssignal sein.
  • Bei Berührung des unteren Bandes und hohem SD könnte das ein Kaufsignal sein.

Diese Kombination liefert ein umfassenderes Bild vom Markt.

Erste Schritte für Anfänger

Wenn Sie SD ausprobieren möchten, ist es ein großartiges Werkzeug, um den Einstieg zu erleichtern. So gehen Sie vor:

  1. Registrieren Sie sich bei einer Trading-Plattform mit einem kostenlosen Demokonto.
  2. Wählen Sie den SD-Indikator aus der Indikator-Liste.
  3. Stellen Sie den Zeitraum auf 14 ein (oder nach Bedarf).
  4. Beobachten Sie die SD-Entwicklung auf dem Chart.
  5. Testen Sie die oben genannten Strategien ohne echtes Geld.
  6. Wenn Sie sich sicher fühlen, wechseln Sie zum Live-Handel.

Das Üben im Demokonto ist essenziell. Handeln Sie nicht sofort mit echtem Geld, ohne vorher zu üben.

Tipps für den optimalen Einsatz von SD

SD ist ein leistungsfähiger Indikator, aber um das Beste herauszuholen, beachten Sie:

  • Verwenden Sie SD nicht isoliert: Kombinieren Sie ihn mit anderen Indikatoren wie RSI oder MACD.
  • Studieren Sie die SD-Muster: Ein plötzlicher Anstieg kann auf eine bevorstehende Veränderung hinweisen.
  • Beachten Sie wirtschaftliche Ereignisse: Große Wirtschaftsdaten können die SD-Werte stark beeinflussen.
  • Experimentieren Sie mit verschiedenen Zeitrahmen: Finden Sie den für Ihren Trading-Stil passenden Zeitraum.
  • Führen Sie ein Trading-Tagebuch: Notieren Sie Ihre Trades, um daraus zu lernen.

Zusammenfassung: Warum ist dieses Indikator so wichtig?

Die Standardabweichung ist ein weithin anerkannter Indikator im Trading. Nicht, weil sie perfekt ist, sondern weil sie Tradern hilft, den Markt besser zu verstehen.

Sie ist eine Geheimwaffe, die Ihnen einen Vorteil gegenüber anderen Tradern verschafft. Durch den richtigen Einsatz von SD in Kombination mit gutem Risikomanagement können Sie Verluste minimieren und Ihre Gewinnchancen erhöhen.

Obwohl SD Sie nicht über Nacht reich macht, sorgt es für systematischere und fundiertere Handelsentscheidungen – das ist essenziell für nachhaltigen Forex-Handel.

Wenn Sie eine Trading-Plattform suchen, bei der die Standardabweichung integriert ist, können Sie ein Demokonto eröffnen, um die Eignung zu testen. Sobald Sie bereit sind, können Sie auch live handeln. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und gute Trades!

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