Bitcoin Mining sieht sich langfristig zwei großen Herausforderungen gegenüber – hohen Stromkosten und Kühlungsdruck. Während die großen Mining-Unternehmen auf der Erde nach günstiger Energie suchen, schlägt ein Unternehmer von Intercosmic Energy, Nick Moran, eine revolutionäre Idee vor: Bitcoin Mining Rigs ins All zu schicken, um mit nahezu ununterbrochener Sonnenenergie und einer Vakuumumgebung die extremste Mining Farm der Geschichte zu schaffen.
Moran erwähnte in einem Interview mit dem YouTube-Kanal Bitcoin Bram, dass das Mining im Weltraum im Vergleich zu Mining-Farmen drei natürliche Vorteile bietet:
Kontinuierliche Sonneneinstrahlung: Eine synchronisierte Umlaufbahn erhält täglich etwa 23 Stunden Sonneneinstrahlung, während eine niedrige Erdumlaufbahn auch 18 Stunden hat und kaum von Wetterbedingungen betroffen ist.
Kostenlose Kühlung: Vakuum- und Niedertemperaturumgebungen sorgen für eine natürliche Abkühlung und beseitigen eines der größten Betriebskosten in Mining-Farmen, das Kühlsystem.
Null-Land-Wettbewerb: Es ist nicht notwendig, mit der Landwirtschaft, dem Wohnungsbau oder der Industrie um Landressourcen zu konkurrieren.
Er glaubt, dass mit dem langfristigen Preisanstieg von Bitcoin und den voraussichtlichen 99 % weiteren Kostenreduktion bei Raumfahrtstarts in den nächsten zehn Jahren, der “steigende Coin-Preis” und die “sinkenden Startkosten” zu einem bestimmten Zeitpunkt aufeinandertreffen werden, was die wirtschaftliche Rentabilität von Raumfahrt-Computing ermöglichen wird.
Morans kurzfristiger Plan ist es, die bald außer Dienst gestellten Module der Internationalen Raumstation (ISS) als Testgelände zu nutzen. Russland wird 2028 aus dem Betrieb aussteigen, und NASA plant ebenfalls, die Station nach 2031 außer Dienst zu stellen. Zu diesem Zeitpunkt können die vorhandenen Solarpanels, das Verteilungs- und Kühlsystem direkt für den Betrieb der Mining Rigs verwendet werden, es muss lediglich der ASIC Mining Rig hinaufgeschickt werden, um das Konzept zu validieren.
Das mittelfristige Ziel besteht darin, mit SpaceX Starship und Blue Origin spezialisierte Mining Rigs Satelliten in eine geostationäre Umlaufbahn zu bringen, die direkt mit Sonnenenergie versorgt werden und über Starlink Blockchain-Daten zurückübertragen, um gemeinsam mit den Mining Farms die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks zu gewährleisten.
Moran hat Zehntausende von Dollar in die Beantragung eines Patents für die “Orbital Blockchain Mining Plattform” investiert und hat eine mündliche Investitionszusage im “siebenstelligen Bereich” erhalten, vorausgesetzt, es wird ein Mitgründer mit Erfahrung in der Satellitenherstellung gefunden.
Sein Zeitplan:
· 2028: Fertigstellung des ersten experimentellen Satelliten, rechtzeitig nach der nächsten Bitcoin-Halbierung online.
· Vor 2032 Jahren: Kommerzielle Mining-Farmen im synchronen Orbit einsetzen.
Obwohl das Mining im Weltraum futuristisch klingt, räumt Moran ein, dass es drei große Herausforderungen gibt:
Kommunikationsverzögerung: Mining Rigs müssen eine niedrige Verzögerung mit dem Mining Pool aufrechterhalten, da sonst die Geschwindigkeit der Blockeinreichung die Erträge beeinträchtigen kann.
Rechtsvorschriften: Der Weltraumvertrag enthält keine klaren Vorschriften für “Stromerzeugung und Münzprägung im Orbit”.
Hardware-Dauerhaftigkeit: Strahlung und extreme Temperaturschwankungen können die Lebensdauer von ASIC Mining Rigs und Strommodulen verkürzen, und die Reparaturkosten sind hoch.
Obwohl das Mining von Bitcoin im Weltraum derzeit noch in der Konzept- und frühen Entwicklungsphase steckt, wird die zukünftige Leistungslandkarte, wenn Morans Plan planmäßig umgesetzt wird, nicht mehr auf Wasserkraftwerke, Geothermie oder Kernkraftwerke auf der Erde beschränkt sein, sondern sich auch über die Erdumlaufbahn hinaus erstrecken. Das wäre das erste Mal, dass die Sicherheitsverwaltung eines Währungssystems der unendlichen Sonne und dem kalten Vakuum übergeben wird – es klingt nach Science-Fiction, aber vielleicht ist es der Beginn der nächsten Bitcoin-Ära.