XRP-Inhaber hatten eine weitere harte Phase, und die neueste On-Chain-Ansicht macht diesen Schmerz deutlich sichtbar. XRP ist diese Woche um etwa 3 % gefallen und wird immer noch unter $1,90 gehandelt. Die Kursbewegung ist weiterhin schwer, und jeder Bounce hat Schwierigkeiten, sich zu halten.
Ein CryptoQuant-Diagramm, das den unrealisierten Gewinn/Verlust von Evernorth verfolgt, gibt Kontext dazu, wie diese Schwäche unter der Haube aussieht. Die Daten zeigen einen Übergang von kurzen Gewinnfenstern Ende Oktober zu einer langen, zermürbenden Unterwasserphase, die sich im November und Dezember nur vertieft hat.
Das Diagramm zeigt gleichzeitig drei Dinge. Die blaue Linie ist der XRP-Preis. Die Balken zeigen unrealisierten Gewinn in Grün und unrealisierten Verlust in Rot, gemessen in Dollar. Zu Beginn des Zeitraums gab es ein paar starke grüne Cluster, in denen die Position komfortabel im Gewinn war. Diese Phase dauerte nicht an. Sobald XRP Anfang November nachgab, wurden die Balken rot und blieben dort.
Von diesem Punkt an wächst der rote Bereich fast Schritt für Schritt. Das bedeutet in der Regel, dass zwei Dinge gleichzeitig passieren. Der Preis tendiert nach unten, und die durchschnittlichen Kostenbasis der Position liegt über dem aktuellen Preis, sodass jeder Rücksetzer unrealisierten Verlust vergrößert. Bis Ende Dezember zeigt das Diagramm, dass die Position bei einem unrealisierten Verlust von -$220 Millionen liegt.
Quelle: X/@JA_Maartun
Was auffällt, ist der Mangel an Versuchen zur Erholung. XRP hatte während des Abwärtstrends kleine Erholungen, aber sie dauern nie lange genug, um den Druck zu lindern. Jeder Bounce führt zu einer kleinen Verringerung der Verluste, dann setzt der Abwärtstrend wieder ein und der rote Bereich wächst erneut. Das Muster ist typisch für einen Markt, der eher auf Abwärtsbewegungen setzt, als auf eine Aufwärtsbewegung aufzubauen. Hier trifft die „Starte eine XRP-Treasury“-Erzählung auf die Realität. Eine Treasury-Strategie setzt auf lange Zeithorizonte und tiefes Vertrauen. Das kann funktionieren, bedeutet aber auch, Drawdowns zu ertragen, die auf dem Papier brutal aussehen. Wenn der Markt gegen die Position läuft, gibt es keine schnelle Lösung. Die Verluste bleiben sichtbar on-chain, und die einzige echte Heilung ist Zeit und ein höherer Preis. Es schafft auch ein Problem zweiter Ordnung: die Stimmung. Wenn ein großer, verfolgter Inhaber tief im Minus bleibt, beginnen Händler, das wie einen Stresstest zu interpretieren. Selbst wenn kein Zwangsverkauf droht, sind die Optik schlecht. Die Leute nehmen Druck an. Sie vermuten Kapitulation. Sie beginnen, „Was-wäre-wenn“-Szenarien vorwegzunehmen. Das kann den Preis noch mehr belasten, besonders in einem Markt, in dem das Vertrauen bereits dünn ist. Gleichzeitig ist es wichtig, das Wort „Verlust“ nicht zu überinterpretieren. Unrealisiert Verluste sind nicht dasselbe wie realisierte Verluste. Sie bestätigen keinen Verkauf. Sie zeigen nur, dass die Position bei den aktuellen Preisen im Minus ist. Treasury-Positionen können monatelang in Drawdowns verbleiben, wenn sie für längere Zyklen ausgelegt sind. Das Diagramm zeigt jedoch, dass das Timing schlecht war und der Markt unerbittlich ist. Für XRP selbst bleibt das kurzfristige Bild einfach. Unter $1,90 ist das Momentum noch schwach. Bullen müssen diesen Bereich zurückerobern und als Unterstützung halten, bevor der Markt über mehr als einen Bounce sprechen kann. Wenn XRP weiterhin unter diesem Niveau schwankt, bleibt der Weg des geringsten Widerstands seitwärts bis nach unten, und diese unrealisierten PnL-Werte können sich weiter verschlechtern. Der größere Eindruck ist psychologisch. XRP befindet sich in einer Phase, in der die Überzeugung erneut auf die Probe gestellt wird. Der Markt hat es schmerzhaft gemacht, bullish zu bleiben. Genau deshalb erhält das Diagramm Aufmerksamkeit. Es erfasst die Stimmung in einem Snapshot: Für einen großen Inhaber war das kein „Spaß“. Es war ein Drawdown. Ob daraus letztlich eine conträre Konstellation wird oder nur mehr Abwärts geht, hängt von einer Sache ab, die XRP in letzter Zeit nicht geliefert hat: anhaltende Follow-Through bei Rallyes. Solange sich daran nichts ändert, sieht die Treasury-Strategie weniger aus wie ein Flex und mehr wie ein Geduldstest. Lesen Sie auch: Everyone Is Bearish on XRP Again—Here’s Why That’s Not a Bad Thing
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