Vorhersagemarkt 2026: Die 7 wichtigsten Differenzierungsstrategien neuer Spieler für den Durchbruch

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Autor: Jake Nyquist, Gründer von Hook Protocol

Übersetzung: Blockchain Knight

2026 werden große Institutionen eine Reihe neuer Prognosemärkte einführen.

Aus den vergangenen fünf Jahren des Wettbewerbs zwischen NFT- und Perpetual-Contract-Börsen haben wir gelernt: Differenzierte Produkte können schnell Marktanteile gewinnen.

Obwohl die führenden Plattformen derzeit über Liquidität und regulatorische Vorteile verfügen, tragen sie eine schwere technische Produktverschuldung, die es schwierig macht, flexibel auf neue Wettbewerber zu reagieren.

Wie sollten Neueinsteiger also konkurrieren? Meiner Ansicht nach dreht sich der differenzierte Wettbewerb im Prognosemarkt um sieben zentrale Dimensionen:

1. Produktqualität

Das Gründungsteam kann sich durch Unterschiede in der Benutzererfahrung im Frontend, API-Stabilität, Entwicklerdokumentation, Marktstruktur und Gebührenmechanismen differenzieren.

Die meisten etablierten Plattformen weisen deutliche Schwächen auf: unlogische Preisstufen, intransparente Gebührenregeln, langsame und instabile APIs, sowie einheitliche Order-Typen.

Eine hochwertige Nutzererfahrung, insbesondere für API-Programmierer im Handel, ist eine dauerhafte Kernkompetenz, die auch gegen stärkere Kanalfähigkeiten standhält.

2. Asset-Klassen und Marktauswahl

Derzeit konzentriert sich das Handelsvolumen im Prognosemarkt hauptsächlich auf Sportwetten und native Krypto-Märkte.

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Neue Börsen können exklusive Märkte anbieten, die andere Plattformen nicht bereitstellen können. Dieser Vorteil wird durch eine vertikale Strategie (Punkt 7) noch verstärkt.

3. Kapitalnutzungseffizienz

Die Effizienz der Kapitalnutzung bestimmt, wie effektiv Händler ihre Sicherheiten einsetzen. Es gibt zwei zentrale Ansätze:

Erstens, verzinsliche Sicherheiten: Nicht nur ungenutztes Kapital soll Zinsen abwerfen, sondern höhere Erträge erzielen, ähnlich wie Lighter, das LP-Einlagen als Sicherheiten nutzt, oder HyENA mit USDE-Margin-Perpetuals.

Zweitens, Margin-Mechanismen: Aufgrund des Risikos von Lücken wird der Leverage in Prognosemärkten oft unterschätzt. Plattformen können jedoch begrenzten Leverage für kontinuierliche Märkte anbieten oder Hedging-Positionen mit einem Portfolio-Margin versehen.

Börsen können auch Kreditpools subventionieren oder als Market Maker das Risiko von Lücken internalisieren, anstatt Verluste auf Nutzer abzuwälzen.

4. Orakel und Marktabrechnung

Die Zuverlässigkeit von Orakeln bleibt eine systemische Schwäche der Branche. Verzögerte Abrechnungen oder falsche Ergebnisse können das Handelsrisiko erheblich erhöhen.

Neben der Verbesserung der Stabilität können Plattformen innovative Orakel-Mechanismen implementieren: Hybrid-Systeme, Zero-Knowledge-Proof-basierte Lösungen, KI-gesteuerte Orakel im Kontext usw., um neue Märkte zu erschließen, die traditionelle Orakel nicht abdecken können.

5. Liquiditätsbereitstellung

Das Überleben einer Börse hängt von der Liquidität ab. Mögliche Wege sind: Bezahlte Anwerbung professioneller Market Maker, Anreize für normale Nutzer, Liquidität bereitzustellen, oder die Nutzung des Hyperliquid HLP-aggregierten Liquiditätsmodells.

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Einige Plattformen könnten auch die Liquidität vollständig internalisieren, ähnlich wie FTX mit Alameda als internem Handelsteam.

6. Regulatorische Konformität

Kalshi hat durch seine US-Regulierungslizenz eine embedded Distribution mit Robinhood und Coinbase erreicht und damit Retail-Traffic gewonnen, den Polymarket nicht erreichen konnte.

Es gibt noch viele Gerichtsbarkeiten und regulatorische Rahmen, die genutzt werden können. Konforme Prognosemärkte können ähnliche Kanäle erschließen, z.B. durch Anpassung an die US-Bundesstaats-Glücksspielregeln.

7. Vertikale vs. horizontale Strategie

Horizontale Strategie: Ähnlich wie Hyperliquid im Bereich der Perpetuals, konzentriert sich auf den Aufbau einer Top-Trade-Infrastruktur, lädt Dritte ein, Frontend und vertikale Szenarien zu entwickeln, und fördert durch Vorschläge die Erweiterung des Ökosystems, z.B. durch die Entwicklung von Frontends wie Phantom.

Vertikale Strategie: Vertreter ist Lighter, das die Kontrolle über das Frontend übernimmt, mobile Apps entwickelt und ein nahtloses Nutzererlebnis bietet, mit Fokus auf Integration und direkte Nutzerbindung.

Die Ablehnung von Polymarket gegenüber tief integrierten Partnerschaften und die offene Haltung von Kalshi spiegeln die beiden strategischen Ansätze wider.

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