Vitalik skizziert Ethereums schnellen L1-Reduktionsplan

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Vitalik Buterin erläutert das schnelle L1-Ziel von Ethereum und skizziert einen Weg zur Reduzierung der Slot-Zeit von 12 auf 2 Sekunden anhand der neuen Strawmap-Vision.

Die Slot-Zeit von Ethereum wird schrittweise verkürzt. Das ist die Kernbotschaft von Mitgründer Vitalik Buterin, der auf X einen detaillierten Thread veröffentlicht hat, in dem er das schnelle L1-Ziel im Rahmen der kürzlich veröffentlichten Strawmap von Ethereum erläutert.

Wie Vitalik Buterin auf X schrieb, ist der Plan, die Slot-Zeit mit einer sogenannten „sqrt(2) pro Schritt“-Formel zu verringern. Der Weg verläuft: 12 Sekunden, dann auf 8, dann 6, dann 4, dann 3, dann 2. Die letzten beiden Schritte seien, so betonte er, spekulativer und hängen von intensiver laufender Forschung ab.

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Schnelle Slots haben ihre eigene Spur

Buterin war sich einer Sache sicher. Schnelle Slots werden separat an der Spitze der Roadmap behandelt. Sie sind nicht direkt mit anderen Arbeiten verbunden. Die restlichen Protokolländerungen erfolgen ungefähr auf die gleiche Weise, egal ob die Slot-Zeit 2 Sekunden oder 32 Sekunden beträgt.

Dennoch gibt es Schnittstellen. Eine ist die Verbesserung des Peer-to-Peer-Netzwerks. Buterin verwies auf Arbeiten von Raul Kripalani (@raulvk) an einer optimierten P2P-Schicht, die Erasure Coding nutzt. Statt dass jeder Knoten eine vollständige Blockkörper von mehreren Peers erhält, teilt die Einrichtung jeden Block in 8 Stücke. Vier dieser Stücke reichen aus, um den vollständigen Block wiederherzustellen. Das reduziert Bandbreitenverschwendung und hält Redundanz hoch.

Die Statistiken sind vielversprechend. Diese Architektur verkürzt die Übertragungszeit für 95%-Perzentil-Blocks. Kürzere Slots werden ohne Sicherheitskompromisse möglich, abgesehen von erhöhter Protokollkomplexität. Buterin sagte, das Verhältnis von Leistungssteigerung zu Codezeilen sei vorteilhaft.

Finalitätszeit ist der schwierigere Teil

Derzeit benötigt Ethereum etwa 16 Minuten, um final zu werden. Das Ziel ist, Slots vollständig von der Finalität zu entkoppeln. Buterin möchte einen Ein-Runden-Finalitäts-BFT-Algorithmus verwenden, speziell eine Minimmit-Variante, um diese Zahl auf zwischen 6 und 16 Sekunden im Endspiel zu reduzieren.

Das ist eine große Veränderung. Ein möglicher Verlauf, den er skizzierte: 16 Minuten heute, auf 10 Minuten 40 Sekunden mit 8-Sekunden-Slots, dann 6 Minuten 24 Sekunden mit Finalität in einer Epoche, dann 1 Minute 12 Sekunden, 48 Sekunden, 16 Sekunden mit Minimmit, und schließlich 8 Sekunden mit noch aggressiveren Minimmit-Parametern.

Der gesamte Wandel wird mit einem Kryptographie-Wechsel verbunden. Post-quantische Hash-basierte Signaturen kommen dazu. Ebenso ein Wechsel zu einer maximal STARK-freundlichen Hashfunktion. Drei Optionen stehen zur Diskussion, alle befinden sich in aktiver Forschung.

Die Strawmap ist die Grundlage für all das

Der Thread von Buterin reagierte direkt auf die Veröffentlichung der Strawmap. Wie Justin Drake (@drakefjustin) auf X ankündigte, ist die Strawmap eine Strawman-Roadmap, veröffentlicht vom EF Protocol, verfügbar unter strawmap.org. Sie legt fünf Leitstern für die Zukunft von Ethereum fest: schnelles L1, Giga-Gas-L1, Tera-Gas-L2, post-quanten L1 und private L1.

Drakes Beitrag beschrieb sie als ein dichtes, technisches Dokument für Forscher, Entwickler und Governance-Teilnehmer. Es entstand bei einem EF-Workshop im Januar 2026. Die Roadmap skizziert sieben Forks bis 2029, etwa alle sechs Monate.

Quantenresistenz kommt in Schüben

Ein Ergebnis des schrittweisen Ansatzes ist bemerkenswert. Slots könnten schneller quantenresistent werden als die Finalität. Buterin sagte, das schaffe ein interessantes Regime: Wenn Quantencomputer plötzlich auftauchen, produziert die Chain weiterhin Blöcke, aber die Finalitätsgarantie verschwindet vorübergehend.

Es gibt auch einen Plan, diese Änderungen Stück für Stück einzuführen. „1-Epoch-Finalität“ bedeutet, die aktuelle Konsensmethode von FFG-ähnlicher Finalisierung auf Minimmit-ähnliche Finalisierung schrittweise umzustellen. Es ist eine Art „Ship of Theseus“-Umbau, bei dem eine Komponente nach der anderen ersetzt wird.

Separat wies Buterin auf eine mögliche Architekturänderung hin, bei der nur 256 bis 1024 zufällig ausgewählte Attester jeden Slot signieren. Für die Fork-Choice ist das ausreichend. Weniger Signaturen bedeuten keine Aggregationsphase, was die Slots weiter verkürzt.

Die Strawmap ist ein lebendes Dokument. Drake bestätigte, dass es vierteljährliche Updates erhalten wird, und das EF-Architekturteam freut sich auf Feedback unter strawmap@ethereum.org.

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