Gate News Nachrichten, Ende des ersten Quartals 2026 bleibt die Stimmung am Bitcoin-Markt anhaltend unter Druck. Die neuesten Daten zeigen, dass der Fear-and-Greed-Index für Bitcoin auf 8 gefallen ist und bereits seit 59 Tagen durchgehend unter der 25er-Spanne liegt. Damit gehört er zu den längsten extremen Angstphasen seit dem Ereignis rund um FTX im Jahr 2022 und die Risikobereitschaft im Markt ist deutlich gesunken.
Der Index bündelt mehrdimensionale Kennzahlen wie Preisvolatilität, Handelsvolumen, Marktdynamik, den Bitcoin-Marktanteil sowie Sozialdaten. Je niedriger der Wert, desto pessimistischer ist die Stimmung. Der aktuelle Wert liegt nahe am Extrembereich und spiegelt wider, dass das Vertrauen der Anleger auf einem Tiefpunkt ist. Anders als der scharfe Einbruch im Jahr 2022, der durch die verketteten Zusammenbrüche von Terra/Luna, Three Arrows Capital und FTX ausgelöst wurde, ist die Schwäche der Stimmung in dieser Runde nicht auf einen einzelnen Schock zurückzuführen, sondern wird vielmehr durch eine fortlaufend straffer werdende Makroumgebung angetrieben.
Die Geldpolitik der USA hält die Zinssätze hoch, die globalen Handelskonflikte nehmen zu und der US-Dollar ist stark. Dadurch werden Risk Assets fortlaufend unter Druck gesetzt und die Kapitalflüsse verengen sich. Vor diesem Hintergrund zeigt Bitcoin zwar keinen dramatischen Zusammenbruch, aber auf der Nachfrageseite ist die Schwäche deutlich spürbar; die Stimmung fällt erkennbar nur langsam weiter.
Aus historischen Erfahrungen heraus entspricht die Phase extremer Angst häufig einem Zeitfenster für mittelfristige bis langfristige Allokationen. Nach dem COVID-Schock im Jahr 2020 konnte Bitcoin in den darauf folgenden sechs Monaten stark zurückspringen; während der Marktboden in 2022 eine deutlich längere Reparaturphase durchlief. Der aktuelle Markt liegt eher näher an letzterem Szenario, also in einer „verzögerten Erholung“-Phase ohne klaren Katalysator.
Beachtenswert ist, dass es auf der On-Chain-Datenebene Signale einer Spaltung gibt. Obwohl die Stimmung der Privatanleger weiterhin gedämpft ist, verlagern langfristige Halter Bitcoin in Selbstverwahrungs-Wallets, was zeigt, dass die Bereitschaft, Bestände zu halten, nicht wesentlich erschüttert ist. Gleichzeitig hält ein Teil des institutionellen Kapitals an der Allokation fest, ohne dass es zu einem großflächigen Abzug kommt.
Diese strukturelle Uneinigkeit bedeutet, dass der Markt sich möglicherweise in einer entscheidenden Übergangsphase befindet. Wenn sich das makroökonomische Liquiditätsumfeld verbessert, könnte Bitcoin eine Erholungschance erhalten; andernfalls, wenn hohe Zinsen und Risikoereignisse weiter bestehen, könnten Preis und Stimmung auf niedrigem Niveau weiterhin wiederholt in Seitwärts- bzw. Schwankungsbewegungen verharren.