Gate News-Nachrichten: Am 4. April forderte der Internationale Währungsfonds (IWF) die japanische Notenbank auf, die Zinserhöhungen fortzusetzen, obwohl der Krieg im Nahen Osten den wirtschaftlichen Ausblick Japans mit „erheblichen zusätzlichen Risiken“ belastet hat. Vor dem Hintergrund, dass der Markt allgemein damit rechnet, dass die japanische Notenbank frühestens im April die Zinsen anheben könnte, brachte der IWF diese Empfehlung vor. Aufgrund der durch den Konflikt angetriebenen Ölpreiserhöhungen sowie der durch die Schwäche des Yen bedingten steigenden Importkosten nimmt der Inflationsdruck in Japan zu. In einer Erklärung erklärte der IWF, dass zwar erwartet werde, das Wirtschaftswachstum sich verlangsamen dürfte (teilweise wegen des Kriegs gegen den Iran), aber ein moderates Wachstum der Löhne den Konsum stützen werde. Die Risiken für den wirtschaftlichen Ausblick und die Inflation in Japan seien insgesamt ausgewogen, und die Inflation werde voraussichtlich im Jahr 2027 auf das 2%-Ziel der japanischen Notenbank zurückkehren. Der IWF betonte, dass mit der schrittweisen Annäherung der Kerninflation an das Ziel der japanischen Notenbank ein flexibler, gut kommunizierter und datenabhängiger Ansatz erforderlich sei, um die Zinsschritte schrittweise fortzusetzen und sich dem Niveau eines neutralen Zinssatzes anzunähern. Der IWF stellte außerdem fest, dass es entscheidend sei, den flexiblen Wechselkursmechanismus beizubehalten, da dieser als verlässlicher Puffer zur Abfederung externer Schocks dienen könne.